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Mädchen, ich sage dir: Steh auf!

Seit immerhin schon 53 Jahren hat das „Sitzende Schulmädchen“ ihren Platz in Stockelsdorf. Geschaffen hat die Figur der 1907 in Königsberg geborene und 1975 in Stockelsdorf gestorbene Künstler Gerhard Eisenblätter. Welche Gedanken ihn dazu veranlasst haben, der „Sitzenden Schülerin“ ein bronzenes Denkmal zu setzen, und wie es keine dreißig Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs dazu kam, an genau dieser Stelle, nämlich am Eingang der Grundschule Ravensbusch, dieses und kein anderes Kunstwerk zu errichten, weiß ich nicht. Aber ich kann berichten, woran mich die „Sitzende Schülerin“ jedes Mal denken lässt, wenn ich, was häufig geschieht, an ihr vorbeigehe: An ein zwölfjähriges Mädchen, dessen Name nicht überliefert worden ist. Die Bibel (Markus 5, 35-43) berichtet, dass Jesus diesem Mädchen begegnet ist. Zusammen mit Petrus, Jakobus und Johannes, dem Bruder von Jakobus war Jesus zum Elternhaus des Mädchens gekommen und sah dort aufgeregte Menschen. Sie weinten und klagten laut. Der Grund dafür war ihre Überzeugung, dass die Zwölfjährige gestorben war. Als Jesus den Leuten sagte: „Das Kind ist nicht tot, es schläft nur“, da lachten sie ihn aus. Aber er warf alle hinaus. Er nahm nur den Vater des Kindes, die Mutter und seine Jünger mit sich. Sie gingen in den Raum, in dem das Kind lag. Jesus nahm die Hand des Kindes und sagte zu ihm: »Talita kum!«, das heißt: Mädchen, ich sage dir: Steh auf! Sofort stand das Mädchen auf und ging einige Schritte umher. Daran erinnert mich das „Sitzende Schulmädchen“. Ihr traute niemand mehr ein Leben zu. No Future!  Dass sie nur schlief, glaubte niemand. Für tot war sie erklärt worden. Sie, die doch eigentlich als Hoffnung und Aussicht auf eine große Zukunft hätte gelten sollen. Viel hätte wohl nicht gefehlt und die Leute hätten sie begraben. Aber Jesus ruft die Totgeglaubte zurück ins Leben. Sie steht auf und macht ihre eigenen Schritte auf dem Weg in die Zukunft, an die niemand mehr glauben mochte. Österliche Perspektiven in unserer Welt, der so viele die Zukunft absprechen, als gäbe es für uns kein Leben mehr!

Pastor Martin Haasler 

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